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Kundeninformation

Liebe Kundinnen und Kunden,
liebe Freundinnen und Freunde von MIYO und viRaTec!

Mit Beschluss des Handelsgerichts Wien vom 02.12.2019 wurde zu AZ 4 S 154/19b ein Insolvenzverfahren über das Vermögen der viRaTec GmbH, FN 452957p, Pfarrgasse 52, 1230 Wien, eröffnet und RA Mag. Martin Kirnbauer zum Masseverwalter bestellt.

Das schuldnerische Unternehmen wurde mit Beschluss des Handelsgerichts Wien vom 06.12.2019 geschlossen. Es herrscht derzeit Masseunzulänglichkeit.

Was ist passiert? Wie kam es dazu?

Wir sind im Jahr 2015 mit der Idee angetreten, eine smarte Gartenlösung zu entwickeln. Diese sollte aber nicht nur smart sein, sondern auch umweltschonender als bestehende Systeme und dem Gartenbesitzer Tätigkeiten erleichtern und abnehmen. Das Ergebnis war MIYO – ein, so sind wir nach wie vor überzeugt – durchwegs gelungenes Produkt.

Grundsätzlich war uns sehr schnell klar, dass es schwierig sein wird, ein kostenintensives Hardware-Unternehmen aufzubauen. Aber eingebettet in ein Startup-Umfeld schien das Unmögliche möglich… Von Anfang an war uns bewusst, dass wir auf unsere Kosten achten müssen und nicht wie von diversen Software Startups in der Öffentlichkeit gewohnt, schnell expandieren können. Daher haben wir bereits 2017 49,9% an einen internationalen Konzern mit Sitz in der Schweiz verkauft. Aufgrund der im Jahr 2018 bereits ausgeprägten Probleme im Geschäftsfeld der Automotive-Zuliefererbetriebe, hat sich dieser jedoch Ende 2018 auf sein Core-Business besonnen und sich von uns getrennt. Das war ein Rückschlag, von dem wir uns im Nachhinein betrachtet nicht mehr erholen sollten. Wir sahen es damals aber als Chance, die wir voller Motivation ergriffen.

Den Start in die Saison eröffneten wir mit einem massiven Betrugsfall, dem wir aufgesessen sind. Ein weiterer Rückschlag, der uns vor Augen führte, wie wichtig es ist, dass unsere internen Prozesse weiterentwickelt werden mussten. Das Positive daran war, dass wir deshalb MIYO mit einigen Sicherheitsfunktionen ausgestattet haben.

Was nun folgte, war unsere erste echte Saison am Markt, die Dank der Unterstützung unserer Kunden und neu gefundener Handelspartner gut gelaufen ist. Es war eine Freude zu sehen, dass MIYO in nahezu allen Ländern der EU von Skandinavien bis hinunter in die Inselwelten Griechenlands und Spaniens eingezogen ist. Unsere Handelspartner sorgten dafür, dass unsere Produktion und der Versand gut ausgelastet waren.  Leider ist eine Gartensaison in Europa zu kurz für ein eben erst eingeführtes Produkt. Ein Überwintern war mit dem Ergebnis dieser Saison daher leider nicht möglich. Nach intensiven Beratungen haben im Herbst die Gespräche mit einem der weltweit größten Konzerne aus dem Bereich Electronic Consumergoods mit Sitz in Deutschland und dem damit einhergehenden Unternehmensverkauf begonnen. Unser Ziel war es MIYO gemeinsam auf die nächste Stufe zu heben. Das hätte neben neuen Geräten auch eine Weiterentwicklung in den Bereichen Security, aber auch Performance bedeutet. Trotz einer einstimmigen Kaufempfehlung des M&A Projektteams wurde jedoch absolut überraschend der Kauf von der Geschäftsleitung aufgrund der massiven Einbrüche im Automotivebereich abgelehnt.

Jetzt fragt man sich zu Recht, was Automotive mit smart Garden zu tun hat? Warum trifft uns andauernd das Problem in Automotive? Nun, auf den ersten Blick nicht viel. Auf den zweiten jedoch sieht man, dass erfolgreiche Konzerne auf mehreren Beinen stehen, von denen ein sehr wichtiges und bisher potentes eben der Bereich Automotive ist. Und der beschert aktuell leider nicht nur den Konzernen Kopfzerbrechen, sondern auch tausenden Menschen einen Verlust des Arbeitsplatzes. Vor diesem Hintergrund gibt es für diese offenbar aktuell kein Risikokapital für neue Geschäftsbereiche und Produkte.

Was bedeutet das für unsere KundInnen und FreundInnen von MIYO?
Was bedeutet das für all die MIYOs, die unsere Gärten bewässern?

Aktuell arbeiten wir an einer Lösung, die Ihnen einen Betrieb für die kommenden Saisonen sichern kann. Alle Server sind derzeit noch online. Wir können für die Zukunft jedoch nichts versprechen. Vielleicht gibt es aber in unserer Community Experten, die wissen, wie man unsere Software in Open Source umwandelt?

Alles weitere werden wir mit den zuständigen Behörden und dem Masseverwalter besprechen. Noch ist die Situation zu frisch, um Details sagen zu können. Solange es technisch und rechtlich möglich ist, halten wir Sie weiter informiert.

Wir bedanken uns für das Vertrauen, das wir in der Vergangenheit genießen durften und hoffen, dass wir trotz der schwierigen Situation eine gute Lösung für alle Beteiligten finden können.

Ihr Team von viRaTec